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Die Unfallversicherung (UV) ist die unumgänglichste Versicherung Ihrer Kinder, Ihres Ehepartners und Ihrer selbst. Natürlich gibt es eine gesetzliche Unfallversicherung für alle Arbeitnehmer, die obligatorisch ist. Aber nicht weniger als 70 % aller Unfälle passieren in der Freizeit, jenseits des Berufes. Ob im Urlaub, im Garten, beim Fahrradfahren oder beim Sport, eine UV hilft Ihnen, im Ernstfall die Folgen leichter zu tragen. Stellen Sie Ihr privates Umfeld mit den Zahlungen auf die neue Lage ein (Umbauten am Haus, Auto etc.) und verwenden Sie den Rest für eine sofort beginnende Zusatzrente.
Unfallversicherung ist nicht gleich Unfallversicherung, eine Binsenweisheit, die sich bekanntlich auch auf so viele andere Bereiche des Lebens ausdehnen läßt. Aber zum Thema: Gute Unfallversicherungen zeichnen sich dadurch aus, daß Sie möglichst ein verbessertes Bedingungswerk haben (besser also als die Allgemeinen Unfallvers. Bedingungen AUB) und ebenso dadurch, daß Sie eine möglichst hohe bzw. große Progression haben. Eine hohe Progression bedeutet für Sie als Versicherungsnehmer, daß in besonders schlimmen Invaliditätsfällen (> 50 %) auch eine besonders hohe Leistung ausbezahlt wird. Also genau dann, wenn Sie es besonders brauchen. Entnehmen Sie bitte unserer Grafik, wie sich die unterschiedlichen Progressionsstaffeln auswirken.
Schutz für wenig Fälle
Mehr als 40 Prozent der deutschen Haushalte haben sie bereits: eine Unfallversicherung. Wer jedoch nicht vergleicht und beim erstbesten Versicherungs-Unternehmen den Vertrag unterschriebt, zahlt oftmals zu viel.
Im Extremfall liegen die Preise für vergleichbare Leistungen sogar um das Dreifache auseinander.
Preiswerte Absicherung
Um sich für den Fall abzusichern, nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erwerbsfähig zu sein, kommt zuerst die Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht. Denn häufiger als Unfälle sind Krankheiten dafür die Ursache. Doch nicht jeder kann sich diese relativ teure Versicherung leisten oder bekommt sie auch.
Die Alternative: Eine Unfallversicherung deckt zumindest einen Teil des möglichen Risikos ab. Zudem gibt es leistungsstarke Unfallversicherungen schon relativ preiswert. Und: Die gesetzliche Unfallversicherung allein reicht oft nicht. Sie deckt nur Arbeits- und Wegeunfälle ab, Kinder bis zum dritten Lebensjahr sind überhaupt nicht versichert.
Zahlung bei Invalidität
Die Unfallversicherung zahlt, wenn nach einem Unfall ein dauerhafter körperlicher Schaden - eine so genannte Invalidität - eintritt. Dabei ist der Grad der Invalidität maßgeblich für die Höhe der Versicherungsleistung. Diese ist jedoch unabhängig von der Bedeutung des betroffenen Körperteils für den Beruf. Die Höhe des Invaliditätsgrades ist in der so genannten Gliedertaxe festgelegt. Beispiel: Der Verlust eines Auges bedeutet eine Invalidität von 50 Prozent, der Verlust eines Zeigefingers eine Invalidität von 10 Prozent.
Leistungsstarke Progressionstarife
Kunden können zwischen Linear-, Mehrleistungs- oder Progressionstarifen wählen. Letztere bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem sichern sie das Risiko einer hohen Invalidität besonders gut ab. Das Prinzip: Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad (meist 26 Prozent) wächst die Versicherungsleistung überproportional. Mehrleistungs- und Lineartarife sind zwar etwas preiswerter. Sie leisten aber bei hohen Invaliditätsgraden auch weniger als die Progressionstarife.
Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes erhalten besondere Tarife. Sie müssen meist weniger für den Versicherungsschutz zahlen. Auch für Ärzte bieten die Versicherer Sonderkonditionen an.
Unnötige Zusatzleistungen
Als Ergänzung zur eigentlichen Unfallversicherung bieten viele Gesellschaften Zusatzleistungen an. Wirklich sinnvoll sind die wenigsten. Eine Ausnahme ist die Todesfallleistung. Die Versicherung zahlt Angehörigen eine bestimmte Summe, wenn der Betroffene im ersten Jahr nach dem Unfall an dessen Folgen stirbt. Vor allem aber: In Höhe der vereinbarten Summe zahlt die Gesellschaft einen Vorschuss, wenn im ersten Jahr nach dem Unfall noch unklar ist, wie schlimm die bleibenden Schäden sind. Ohne Todesfallleistung gibt es dagegen erst dann Geld, wenn der Invaliditätsgrad feststeht.
Tipps
Rundumschutz. Wenn Sie sich gegen Berufsunfähigkeit versichern können, kümmern Sie sich vorrangig darum. Ist das nicht möglich, kommt die Unfallversicherung in Betracht. Schließen Sie dann eine Berufs- und Freizeitversicherung (24-Stunden-Police) ab. Sie kostet nicht wesentlich mehr. Versicherungssumme. Um die optimale Versicherungssumme zu finden, sollten Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen: Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie monatlich benötigen, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dann sollten Sie klären, was Sie an Einnahmen aus gesetzlicher oder privater Rente, Kapitalerträgen oder Berufsunfähigkeitsversicherung erwarten können. Unfallmeldung. Ist ein Unfall passiert, müssen Sie sofort zum Arzt gehen. Teilen Sie die ärztliche Diagnose umgehend Ihrer Unfallversicherung mit. Gegebenenfalls müssen Sie sich zusätzlich von einem Arzt der Versicherung untersuchen lassen. In dem Formular "Unfallanzeige" müssen Sie zudem Ihrem Versicherer alle Fragen zum Unfallhergang vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Andernfalls riskieren Sie, dass die Versicherung nicht zahlt. Finger weg. Lassen Sie die Finger von einer Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr (UPR). Diese Mogelpackung ist in Wirklichkeit eine Kombination aus Unfall- und Lebensversicherung. Zusatzleistungen. Leistungen wie Unfallkrankentagegeld, Genesungsgeld, Übergangsgeld oder Krankenhaustagegeld gehören nicht in eine Unfallversicherung. Wenn Sie darauf Wert legen, sollten Sie eine gesonderte Versicherung abschließen.